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www.lesbischschwulerkonvent.de ist die Website der lesbisch-schwulen Konvente der Gliedkirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland.

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V.i.S.d.P ist Wolfgang Schürger, Marlene-Dietrich-Straße 13, 80636 München, admin (at) lesbischschwulerkonvent.de.

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lesbischschwulerkonvent.de
Der lesbischschwule Konvent PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Wolfgang Schürger   
Freitag, den 01. Juli 2011 um 23:55 Uhr

Lesben und Schwule haben lange um einen Platz in den Kirchen gekämpft. Während in der römisch-katholischen Kirche ein offen lesbisches oder schwules Leben und Arbeiten immer noch kaum möglich ist, sind in den evangelischen Kirchen in Deutschland Lesben und Schwule seit Ende der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts sichtbar geworden.

Zum kollegialen Austausch und um ihre Interessen gegenüber den Kirchenleitungen vertreten zu können, haben sie sich in lesbischschwulen Konventen zusammen geschlossen. Diese gibt es inzwischen in vielen Gliedkirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland.

Als "Konvent der Konvente" stellt der lesbischschwule Konvent das "Dach" über diesen Konventen dar. Seine Sprecherinnen und Sprecher koordinieren die Abstimmung unter den Konventen, zum Beispiel zu Fragen des Dienstrechtes in der EKD. Sie bereiten auch das Konventetreffen auf dem Evangelischen Kirchentag vor.

Die Webseite informiert über (kirchen-)politische Positionen und Forderungen der Einzelkonvente und des Konvents der Konvente. Sie soll aber auch dem Erfahrungsaustausch untereinander dienen. Als Mitglied in einem Konvent und registrierteR BesucherIn kannst du hier eigene Beiträge verfassen.

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 09. September 2011 um 10:24 Uhr
 
Petition zum Wohnen im Pfarrhaus an Synodalpräsidentin Deneke-Stoll überreicht PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Freitag, den 09. September 2011 um 11:15 Uhr

Im Rahmen der Tagung der bayerischen Landessynode in Rosenheim haben Pfarrerin Christine Untch (Mitte) und Pfarrer Helmut Gottschling (links), Sprecher des Lesbisch-Schwulen Konvents (LSK) in der Evang.-Luth. Kirche in Bayern, 4.314 Unterschriften an Synodalpräsidentin Dr. Dorothea Deneke-Stoll überreicht. Mit ihrer Unterschrift haben sich dabei Menschen, vor allem aus Bayern, für das Zusammenleben gleichgeschlechtlich lebender und liebender Pfarrerinnen und Pfarrer mit ihrer Partnerin bzw. ihrem Partner ausgesprochen.
Der Lesbisch-Schwule Konvent hat diese Unterschriften im Zeitraum von September 2011 bis Anfang November 2011 gesammelt. Er will damit den Beschluss des Landeskirchenrats und die Stellungnahme der Landessynode zu diesem Thema von 2010 unterstützen. Zudem möchte der Lesbisch-Schwule Konvent damit deutlich machen, dass ein großer Teil der Kirchenmitglieder der Evang.-Luth. Kirche in Bayern hinter dem Beschluss des Landeskirchenrates steht.
„Wir hoffen darauf, dass der Landeskirchenrat und die Landessynode in den dienstrechtlichen Fragen des Zusammenlebens gleichgeschlechtlicher Paare mit eingetragener Lebenspartnerschaft den eingeschlagenen Weg weiter gehen“, betonen Untch und Gottschling. Ziel der Interessenvertretung betroffener Mitarbeitenden in der Evang.-Luth. Kirche in Bayern ist es, das Zusammenleben gleichgeschlechtlich lebender Pfarrer/innen mit ihren Partner/innen im Pfarrhaus nicht nur in Einzelfällen, sondern generell zu ermöglichen und im Pfarrdienstrecht festzulegen.

Der Landeskirchenrat der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern hat im Sommer 2010 beschlossen, in begründeten Einzelfällen das Zusammenleben von gleichgeschlechtlichen Paaren im Pfarrhaus zu ermöglichen - sofern diese in einer eingetragenen Partnerschaft leben.

Die Landessynode hat diese Entscheidung zur Kenntnis genommen, will aber im Rahmen des Anwendungsgesetzes zum neuen Pfarrerdienstrecht der EKD im Rahmen der laufenden Synodaltagung noch einmal über diese Öffnung des Pfarrhauses beraten.

Der evangelikal-konservative "Arbeitskreis Bekennender Christen", dem unter anderem der bekannte BR Wirtschaftsjournalist Hans-Joachim Vieweger angehört, hat daher im Juli 2011 der bayerischen Kirchenleitung eine Petition mit mehreren tausend Unterschriften überreicht. In dieser wird gefordert, die Öffnung des Pfarrhauses zurück zu nehmen. Homosexualität sei ein zutiefst unbiblisches Verhalten, wer gleichgeschlechtliche Paare in der Kirche dulde, gebe die Bindung der Kirche an die Autorität der Heiligen Schrift auf. Mehr dazu auf der Website des ABC.

Die Petition hat folgenden Wortlaut:

"Ich unterstütze die Möglichkeit, dass gleichgeschlechtlich lebende und liebende Pfarrerinnen und Pfarrer gemeinsam mit ihrer Partnerin bzw. ihrem Partner im Pfarrhaus leben können.

Homosexualität ist für mich weder Sünde noch Krankheit, sondern eine menschliche Prägung, die im Licht des Evangeliums verantwortlich zu gestalten ist. Verlässliche und verbindliche gleichgeschlechtliche Partnerschaften sollen daher auch gesegnet werden können.

Ich fordere die kirchenleitenden Organe der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern auf, bei der Novellierung des Pfarrerdienstrechtes im November 2011 die Möglichkeit zu schaffen, dass lesbische Pfarrerinnen und schwule Pfarrer das Zusammenleben im Pfarrhaus mit ihrer Gemeinde zusammen selber regeln können.

Außerdem bitte ich die kirchenleitenden Organe, entschieden gegen fundamentalistische Interpretationen der Heiligen Schrift vorzugehen, durch welche die Vielfalt der Volkskirche in Frage gestellt wird."

 

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 14. Dezember 2011 um 18:54 Uhr
 
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